Kapitel eins
Der Soundtrack einer Achterbahn
Am 12. Juni 1997 eröffnet der Europa-Park in Rust die Achterbahn Euro-Mir. Die Musik dazu kommt von zwei Freiburgern in den Zwanzigern. Christian Steiger tritt als Hell Bopp auf, Ben Hosenseidl als Nick Sputt. Sieben der zehn Titel auf dem Album stammen von den beiden, darunter der Haupttitel Liftoff!. Aufgenommen wurde in den Calren Studios in March bei Freiburg.
Im Eingangsbereich der Attraktion steht bis heute ein echtes Trainingsmodul der sowjetischen Raumstation Mir, kein Nachbau. Bei der Eröffnung waren die Kosmonauten Alexandre Viktorenko, Juri Malentschenko und Alexandre Serebrov dabei. Alle drei hatten in genau diesem Modul für ihre Mir-Missionen trainiert.

12. Juni 1997
Sieben von zehn Titeln auf diesem Album stammen von zwei Freiburgern in den Zwanzigern.
- Bahn
- Euro-Mir, Europa-Park Rust
- Eröffnet
- 12. Juni 1997
- Letzte Fahrt
- 9. Januar 2027, nach dreißig Saisons
- Die Musik
- bleibt, bestätigt am 12. Juni 2026
- Interpret
- Project Euro MIR
- Titel
- Project Euro MIR
- Label
- Calren Records
- Katalognummer
- 17 3631-2
- Label-Code
- LC 8401
- Verlag
- Edition Calren Music
- Erschienen
- 1997
- Laufzeit
- 55:49
- Presswerk
- Dureco France
- Matrix
- DURECO FR 3631-2
- Mastering SID
- IFPI L373
Zehn Titel, und wer sie gemacht hat
Die Zuordnung stammt aus dem Sternchen-System im Booklet. Discogs führt die fünf Produzenten nur pauschal, ohne Tracknummern.
- 01PrologueNick Sputt & Hell Bopp3:14
- 02Liftoff!Nick Sputt & Hell Bopp6:27
- 03Space CorridorMoono6:09
- 04Stratos FearNick Sputt & Hell Bopp5:16
- 05PianodyseeNick Sputt & Hell Bopp6:41
- 06The Dark SideDark Fader5:06
- 07Lunar EclipseNick Sputt & Hell Bopp7:25
- 08Endless HeavenDark Fader5:06
- 09Launching Pad (Liftoff! Remix)Nick Sputt & Hell Bopp6:11
- 10Liftoff! (Radio Mix)Nick Sputt & Hell Bopp3:43
Hinter den Decknamen: Hell Bopp ist Christian Steiger, Nick Sputt ist Ben Hosenseidl, Moono ist Christian Schnitzer, Stark Fader ist Achim Schnitzer und DJ R.T.EL. ist Thorsten Leucht.
Wie es damals hier stand
april 1998 hatten wir eine vö auf metrovinyl EAMS mit dem projekt "projekt euromir". an dem projekt arbeiten fünf leute. ben hosenseidl (nick sputt), christian steiger (hell bopp), thorsten leucht (r.t.el), christian schnitzer (moono) and achim schnitzer (stark fader). geschrieben und produziert haben wir die titel unter den pseudonymen hell bopp (christian steiger) and nick sputt (ben hosenseidl). den "andrej romanow remix" produzierten wir mit ihm zusammen.
Wortlaut aus der Datenbank, die hinter urban-listening.com lag, als die Seite von Hand gepflegt wurde. Kleinschreibung wie im Original, Namen in heutiger Schreibweise.
Der Sprechtext aus dem Prologue
Der erste Titel des Albums ist die russische Erzählstimme aus der Attraktion. Den Text haben Christian Steiger und Ben Klug 1997 geschrieben. Er steht auf einer eigenen Seite, vollständig, mit Zeitmarken, und daneben die vier Stellen, an denen die im Netz kursierende Fan-Abschrift daneben liegt.
Drei Veröffentlichungen aus einem Projekt
Die Maxi Lift Off! und das Album tragen die Geschichte. Chronology von 1999 gehört dazu, ist aber ein anderer Auftrag: der Soundtrack einer Lasershow, nicht der Bahn.
Wo Lift Off! danach noch lief
- Liftoff! auf The Best Of Planet Rave, 1998
- Lift Off auf Planet House 2, 1998
- Lift Off! (Radio Mix) auf Super Dance Hits 12 '98, 1998
- Liftoff! auf Mix Network Inc. Issue 16, 1998
- 2023 hat Calren Records das Material neu aufgelegt, als Dreams Of Music Classics
- Dreams Of Music, Original Soundtrack aus dem Europa-Park Rust, Calren Records, 2000, mit Lift Off!
- Themes Of Europa-Park Vol. 1, MackMedia, 2015, mit Lift Off! (Euro Mir)
Was gerade passiert
Euro-Mir schließt. Der Europa-Park hat im März 2026 angekündigt, dass die Saison 2026 die letzte ist. Das Abschiedsevent ist am 9. Januar 2027, danach wird abgebaut, 2028 kommt ein neuer Themenbereich mit einer Familienachterbahn von Mack Rides. Nach dreißig Saisons.
Im Frühjahr 2026 hat ein Instagram-Reel eine Fan-Welle ausgelöst, mit einer Petition und über zwanzig Zeitungsartikeln, alle mit derselben Frage: Bleibt der Song? Am 12. Juni 2026 hat der Park bestätigt, dass die Melodie bleibt.
Der erste Artikel, 1998
Badische Zeitung, 7. Mai 1998, von Jürgen Schickinger. Der älteste bekannte Bericht, aus dem eigenen Archiv, nicht online. Er ist die einzige zeitgenössische Quelle dazu, was die Platte damals ausgelöst hat.
- Ein fünfköpfiges Team. DJs, Komponisten und Produzenten aus dem Freiburger Raum, im Umfeld der Calren Studios in March-Hugstetten. Der Artikel nennt Hell Bop, Stark Fader, Nick Sput, Moono und DJ R.T.EL.
- 5000 CDs in wenigen Wochen. So viele Exemplare gingen laut dem Bericht über die Theke, nachdem Besucher nach der Musik gefragt hatten.
- 16.000 Menschen täglich. So viele standen in der Saison zuvor teils stundenlang vor der Bahn an. „Da hören sie gezwungenermaßen die Musik“, wird DJ R.T.EL. zitiert.
- Über 40 Plätze in drei Wochen. So weit kletterte das Stück nach oben, zusammen mit einer halbstündigen Live-Performance.
- Das Video. Ein betagtes Paar steigt in die Bahn, das Tempo wird hochgefahren, und aus der Kabine springen zwei verjüngte Menschen. Das ist der Clip, der auf dieser Seite steht.
- Der Anspruch. Achim Schnitzer vom Calren-Studio im Zitat: „Wir konnten zum ersten Mal experimentelle, elektronische Musik mit Dancefloor und Pop verknüpfen.“
- Und die Einordnung. Ein Beteiligter nennt den Stil Hard Trance. Was das sei? „Eine Hausfrau würde dazu Techno sagen.“


Die offiziellen Anlaufstellen
Wer zur Bahn oder zum Soundtrack recherchiert, findet hier die Quellen des Parks und die Nachschlagewerke. Alle am 05.09.2026 aufgerufen.
Presse
Über zwanzig Artikel, aus dem eigenen Medien-Register, Recherchestand 29.08.2026. Jede Adresse am 05.09.2026 auf Erreichbarkeit geprüft. Sortiert danach, was drinsteht.
Interviews und Porträts
Hier stehen die Urheber im Text. Die älteste Fundstelle ist von 1998, aus dem Jahr der Maxi-Single. Danach vergehen 27 Jahre bis zur nächsten.
Die Entscheidung des Parks
Der Europa-Park hat bestätigt, dass die Melodie bleibt. Das ist die Antwort auf die Frage, die die ganze Welle getragen hat.
Die Fan-Welle
Ausgelöst hat sie ein Instagram-Reel im April 2026. Danach eine Petition, dann die Zeitungen.
Eine dpa-Meldung, sechs Nachdrucke
Das Porträt „Dü-di-de-dü: Das sind die Erfinder des Euro-Mir-Songs“ lief über dpa durch die Republik. Die Fassung der Badischen Zeitung ist inzwischen offline, der Text steht bei den Nachdrucken.
Über die Musik, ohne die Urheber
Vier Quellen schreiben über den Soundtrack, ohne zu sagen, von wem er ist. Das ist keine Beschwerde, sondern der Grund, warum diese Seite existiert.
Nachschlagewerke, Streaming, Fanarchive
Wo die Angaben gespeichert sind, aus denen andere abschreiben.
Der Song im Netz
Die Welle ist nicht in Zeitungen entstanden, sondern in kurzen Videos. Der Song läuft auf Instagram und TikTok als Sound unter fremden Clips, meist ohne dass jemand weiß, von wem er ist.
Wie oft der Song als Sound auf Instagram und TikTok läuft, steht hier absichtlich nicht. Die Plattformen veröffentlichen keine belastbare Zahl, und derselbe Titel liegt dort mehrfach als eigener Sound. Wer eine echte Zahl nennt, rät. Die Sound-Seiten selbst werden hier verlinkt, sobald ihre Adressen feststehen.